Fischegel

          Der Fischegelbefall

Mit Beginn der Angelsaison im Frühjahr stellen viele Angler einen vermehrtenKarpfen mit Egelbefall
Befall der von ihnen gefangenen Fische mit dem Fischegel fest. Ein Fischegelbefall in dieser Jahreszeit ist nicht ungewöhnlich. Im Winter bewegen sich unsere Fische weniger und halten sich oft bevorzugt am Gewässergrund auf.
Dies sind ideale Voraussetzungen für den Fischegel, der die Fische anschwimmt um sich dann festzusaugen. Nachdem der Egel Blut gesaugt hat, fällt er meist wieder ab, sinkt zum Gewässergrund und wartet auf die nächste Gelegenheit.
Es ist festzustellen, dass Fische in Fließgewässern nur sehr selten von Fischegeln befallen werden, Fische in Stillgewässern dagegen häufiger.

Besonders häufig treten Fischegel in stark verschlammten und verkrauteten Teichen auf. Das ist normal, denn der Fischegel kann nur Fische befallen, die im Gewässer stehen. Deshalb können kranke oder geschwächte Fische recht massiv von Fischegeln befallen werden.

In mitteleuropäischen Gewässern ist der gemeine Fischegel, Piscicola geometra, am verbreitetsten. Er ist mit dem bloßem Auge leicht zu erkennen, denn er ist bis zu 5 cm lang und besitzt an den Körperenden je einen scheibenförmigen Saugnapf und eine konstante Zahl von 32 Körpersegmenten, die allerdings nicht der äußeren Ringelung entsprechen. Die Mundöffnung mit dem vorstülpbaren Rüssel liegt in der Mitte des Kopfsaugnapfes. Vorbei schwimmende Fische werden durch den Fischegel erkannt und der vordere, größere Saugnapf wird zum Ansaugen vorübergehend am Fisch angeheftet.Hecht mit Egelbefall
Nachdem sich der Fischegel dann mit dem hinteren Saugnapf auf der Fischoberfläche fixiert hat, sucht er danach mit dem Kopfende eine geeignete Stelle zum Saugen.

Bei massivem Befall können Fische durch den Blutverlust anämisch (blutarm) werden und dadurch auch anfällig gegen andere Krankheiten. Besonders befallene Fischbrut und kleine Jungfische können durch den Egelbefall getötet werden. Größeren Fischen schaden einzelne Fischegel dagegen nicht, die kleineren Wunden verheilen rasch.

Egel sind protandrische Zwitter mit direkter Entwicklung. Bei der Paarung findet meistens keine gegenseitige Befruchtung statt, sondern ein Partner fungiert als Männchen, der andere als Weibchen. Die Eier werden in hartschaligen Eikokons (=schaumige Hülle) abgelegt, die entweder in der Wassersäule schweben oder an Wasserpflanzen, Steinen oder am Gewässerboden angeheftet werden. Von vielen Arten ist bekannt, dass die Elterntiere nach der Eiablage sterben.

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